Zum ersten Mal in hunderttausend Jahren: Reverse Mentoring

Seit Beginn der Menschheit gibt es eine klare Struktur der Wissensvermittlung:
Die älteren Generationen geben ihren Erfahrungsschatz an die nächsten Generationen weiter.

Die jungen Menschen erben die Vorgaben aus Kultur, Wissenschaft und Glauben als engen Rahmen für die eigene Entwicklung.
Erstmalig in unserer Geschichte gibt es aber neue Technologien, die deutlich kürzere Entwicklungszeiten haben als ein Menschenleben.
Unsere Kinder wachsen in einer Welt auf, die die Älteren erstmalig kaum verstehen. Sicherlich gab es schon vorher Jugendkulturen, der Jugend vorbehaltene Technologien sind aber eine Revolution.
Wenn meine Tochter mir Snapchat erklärt ergeben sich ganz neue Möglichkeiten und Herausforderungen für unser Zusammenleben.
Im nachstehenden Beispiel der EWE wird das "Reverse Mentoring" als generationenübergreifender Dialog über die Hierarchie-Ebenen genutzt. Das umgekehrte Entwicklungsinstrument bietet aber auch einen großartigen ersten Schritt aus dem Denken in Ebenen in eine demokratische Unternehmensstruktur.
Mit voranschreitender Digitalisierung und immer kürzerer Innovationstaktung wird in einigen Jahren das Fachwissen dramatisch an Bedeutung verlieren. Führung wird nicht mehr eine Weiterreichung von Know-How sein sondern die Entwicklung des Menschen in den Mittelpunkt stellen müssen. Wir werden dann vorrangig  junge Menschen zu einem Denken außerhalb gegebener Rahmen und Strukturen anleiten,  Wendigkeit und die eigene Hinterfragung werden die wichtigsten Lernziele werden.
Ich freue mich darauf, noch möglichst viel von diesem Umbruch zu erleben.


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