Rezension zum Buch "Fang nie an aufzuhören"

In der Komödie "Ein Goldfisch an der Leine" von 1964 spielt Rock Hudson den Verkäufer und Autor Roger Willoughby, der einen Bestseller über das Angeln geschrieben hat, obwohl er selbst nie den Sport ausgeübt hatte.

Viele Sachbücher für Entrepreneure erwecken in mir das Gefühl, dass die Autorin oder der Autor über Fachwissen, aber nur über wenig oder keine Praxiserfahrung als Unternehmer(in) verfügt.

Anders ist es bei Boris Thomas, Inhaber und kultureller Führer von Lattoflex. Das Familienunternehmen wird seit einem Vierteljahrhundert von ihm durch die stürmische See der Marktwirtschaft geführt, viele Erfolge und Misserfolge haben ihn geprägt. In seinem ersten Buch, "Fang nie an aufzuhören", gibt er einen tiefen Einblick in die Seele eines erfolgreichen Mittelständlers. Krisenerprobt zeigt er in die hellen und dunklen Seiten eines Machers und gibt in sieben Kapiteln seine Sichtweise zu den Herausforderungen, die sich jeder von uns in den Weg stellen muss. Dabei stellt sich für ihn nicht die Frage, OB die nächste Krise kommt, sondern nur WANN.

Demut, Reflexion, Präsenz, Vertrauen, Verantwortung, Entscheidung und Werte sind seine sieben Waffen gegen die Krise. In Beispielen aus der eigenen Praxis und in Interviews mit Mitarbeitern und Geschäftspartnern schildert er, wie diese geschickt einzusetzen sind, um die nächste Krise zu überleben und gestärkt aus ihr hervor zugehen.

Menschen lernen nur durch Einsicht oder die Krise. Schöner ist es natürlich, sich stets durch die Muse der Einsicht weiterzuentwickeln. Sollte es aber doch zur Krise kommen - und sie kommt - hilft Boris Thomas als "Schwarzgurt der Krisen" mit seinem Buch.

Für viele Menschen besteht das Büro scheinbar aus Mauern der Anklage. Ständig wird genörgelt, gemeckert und geschimpft.

Schnell werden Gleichgesinnte ausfindig gemacht, die das Klagelied im Kanon mitsingen oder bei der Suche nach dem Schuldigen helfen.

Wie es besser geht, zeigt Boris Thomas. Er unterstützt beim Blick von außen auf die Krise, hilft mit Demut zu reflektieren, damit man Vertrauen aufbaut und den Mut hat Ver-Antwortung zu übernehmen. Wenn man dann unter Berücksichtigung der eigenen Werte die richtige Ent-Scheidung trifft, verliert die Krise ihren Schrecken und ist das Fundament für weiteres Wachstum.

So konditioniert man sich als Macher in guten wie in schlechten Zeiten und beginnt nie, aufzuhören.

Danke für ein mutiges Buch, lieber Boris.

Bildquelle Boris Thomas

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